
Das Sprunggelenk
Das Sprunggelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel. Es muss die größte Belastung aller Gelenke aushalten, denn es wird bei normalem Gehen bis zum Siebenfachen des Körpergewichts belastet. Es ist außerdem der Garant für unseren aufrechten Gang und ein normales Gangbild. Das obere Sprunggelenk besteht aus drei Knochen: dem Sprungbein, dem Wadenbein und dem Schienbein. Die Beweglichkeit des oberen Sprunggelenks findet zwischen dem Sprungbein und der Knöchelgabel statt.
Diese u-förmige Gabel bildet ein federndes Lager, das durch straffe Bänder gehalten wird. Diese Bindegewebsbrücke wiederum ist wesentlich für Halt und Stabilität verantwortlich. Aufgrund ihrer Festigkeit kann man die Schwere von Sprunggelenksverletzungen beurteilen. Das obere Sprunggelenk wird wie alle Gelenke von einer Kapsel umgeben und von Bändern geführt. Diese stabilisieren es in Abhängigkeit von seiner Stellung und dem anatomischen Verlauf der Bänder. Es ermöglicht die Bewegung zwischen Fuß und Unterschenkel. und das Heben und Senken des Fußes. Diese Bewegungen sind für die Abrollbewegung beim Gehen und für das Abstoßen beim Springen wichtig. Das untere Sprunggelenk ist noch komplexer aufgebaut als das obere. Dieses mehrteilige Gelenk wirkt besonders beim Stehen auf schiefen Ebenen sowie beim Gehen auf unebenem Gelände. Die Führung erfolgt durch multiple Bänder und ist dadurch besonders verletzungsanfällig, weil sich beim Senken des Fußes die natürliche Stabilität des Gelenks vermindert. Als Folge kommt es häufiger zum Umknicken und zu Bänderzerrungen- oder rissen oder sogar zu Brüchen des Knöchels, Knorpelschädigungen und weiteren Gelenkverletzungen. Daraus resultieren dann Fehlstellungen und Fehlbelastungen, die zu Schädigungen weiterer Gelenke führen können.
Schmerzen im Sprunggelenk sind häufig Folge von Unfällen, Überbelastung, angeborenen Fehlstellungen oder Langzeitfolge alter Bandverletzungen. Die resultierenden Knorpelschäden machen sich oftmals erst bemerkbar, wenn ein Stadium 3 oder 4, d.h. eine Schädigung des Knorpels bis zum Knochen vorliegt.
Fehlstellungen und Erkrankungen der Füße können beim Gehen und sogar in Ruhestellung erhebliche Schmerzen verursachen. Das kann erhebliche Konsequenzen auf die Mobiltät und damit auf die Lebensqualität haben.
Wir bieten Ihnen eine moderne und funktionsgerechte Fuß- und Sprunggelenkstherapie und -chirurgie für die bekannten Krankheitsbilder an.
Welches sind häufigen Krankheitsbilder des Fußes und des Sprunggelenkes?

- Ermüdungsbruch
- Schneiderballen
- Achsfehlstellung
Ziel ist, Störungen der komplizierten Fußmechanik oder Veränderungen an Knochen oder Weichteilen rechtzeitig durch geeignete Maßnahmen gegenzusteuern.
Computergestützte Untersuchungsmethoden, die die Druckverteilung der Fußbelastung ermitteln und den genauen Gangablauf analysieren, helfen bei der Wahl der individuell richtigen Behandlung.
Untersuchungsmethoden:
- manuelle Diagnostik
- digitales Belastungsröntgenbild
- Ganganalyse
- Pedobarographie
Allgemeine Informationen und Fragen über das obere und untere Sprunggelenk:
Das Sprunggelenk ist die gelenkige Verbindung zwischen Fuß und Unterschenkel. Es werden zwei verschiedene Abschnitte unterschieden:
- das obere Sprunggelenk (kurz OSG)
- das untere Sprunggelenk (kurz USG)
Die Sprunggelenke sind der Garant für unseren aufrechten Gang, ein normales Gangbild.
Wie ist das obere Sprunggelenk knöchern aufgebaut?
Das obere Sprunggelenk besteht aus drei Knochen dem Sprungbein (Talus), dem Wadenbein (Fibula) und dem Schienbein (Tibia).
Die Beweglichkeit des oberen Sprunggelenkes findet zwischen der Knöchelgabel (Malleolengabel) und dem Sprungbein statt. Die Knöchelgabel wird gebildet durch den Außenknöchel (Fibula/Wadenbein) und Innenknöchel (Teil des Schienbeines/Tibia). Diese bildet für das Sprungbein (Talus) ein federndes Lager. Die Knöchelgabel ist eine u-förmige Gabel, die durch straffe Bänder gehalten wird. Diese straffe Bindegewebsbrücke - auch Syndesmose genannt - ist der wesentliche Anteil, der vorne und hinten Halt gibt.
Das obere Sprunggelenk wird auch als Tibiotalares Gelenk bezeichnet, da diese beiden Knochen die Hauptlast tragen.

Welche Bedeutung hat die Syndesmose am oberen Sprunggelenk?
Die Knöchelgabel (Malleolengabel) ist eine u-förmige Gabel, die durch straffe Bänder gehalten wird. Diesen straffen Bindegewebsbrücken - auch Syndesmose genannt - ist der wesentliche Anteil, der vorne und hinten Halt gibt. Man unterscheidet eine vordere Syndesmose von einer hinteren Syndesmose.
Die Syndesmosenverletzung ist wichtig für die Einschätzungen von Verletzungen am Sprunggelenk, denn die Festigkeit und Stellung der beiden Knöchel (Malleolen) sind entscheidend für eine gute Sprunggelenksfunktion.
Welche weiteren Bandstrukturen gibt es am oberen Sprunggelenk?
Das obere Sprunggelenk wird - wie alle Gelenke - von einer Kapsel umgeben. Das Sprunggelenk wird auch von Bändern geführt. Diese Stabilisieren das obere Sprunggelenk in Abhängigkeit von der Stellung des Sprunggelenkes und je nach anatomischen Verlauf der Bänder.
Es werden unterschieden:
- Innenbänder des oberen Sprunggelenkes
- Außenbänder des oberen Sprunggelenkes
Der Aufbau der Außenbänder ist klar strukturiert. Die drei Bandanteile werden entsprechend dem anatomischen Verlauf benannt und nach ihrer Funktion für das Sprunggelenk unterschieden. Das Band zwischen Wadenbein und Sprungbein wird in ein Vorderes und ein Hinteres unterteilt. Das vordere Waden-Sprungbeinband (Ligamentum fibulotarare anterius) und das hintere Wadenbein-Sprungbeinband (Ligamentum fibulotalare posterius) liegen fast in einem rechten Winkel zueinander.
Dazwischen liegt ein Band zwischen Wadenbein und Fesenbein das Wadenbein-Fersenbeinband (Ligamentum fibulocalcaneare).
Wie ist das untere Sprunggelenk knöchern aufgebaut und welche Funktion hat das untere Sprunggelenk?
Das untere Sprunggelenk ist deutlich komplexer aufgebaut als das obere Sprunggelenk. In diesem mehrteiligen Gelenk stehen Sprungbein (Talus), Fersenbein(Calcaneus) sowie Würfelbein (Os cuboideum) und Kahnbein (Os naviculare) in Kontakt.
Die Freiheitsgrade der Bewegung im unteren Sprunggelenk sind räumlich schwer vorstellbar. Es wirkt besonders beim Stehen auf schiefen Ebenen sowie beim Gehen auf unebenem Gelände. Hier werden auch häufig Symptome geklagt. Die Führung des unteren Sprunggelenkes wird durch multiple Bänder erreicht. Hierdurch ist die Diagnostik und Behandlung des unteren Sprunggelenkes deutlich erschwert.
Welche Funktionen hat das obere Sprunggelenk?
Das obere Sprunggelenk ermöglicht uns die Bewegung zwischen Fuß und Unterschenkel. Es ermöglicht ein Heben und Senken des Fußes. Diese Bewegungen sind für ein Abrollen beim Gehen wichtig. Außerdem kann man sich hierdurch beim Springen abstoßen. Es ist das am stärksten belastete Gelenk des Körpers. Das Sprunggelenk ist besonders verletzungsanfällig, weil sich beim Senken des Fußes die natürliche Stabilität des Gelenkes vermindert. Hierdurch kommt es häufiger zum Umknicken des oberen Sprunggelenkes. Die Bänder des oberen Sprunggelenkes können hierbei gedehnt, gezerrt oder zerrissenen werden. Brüche des Knöchels, Knorpelschädigungen und Gelenkverletzungen sind teilweise ebenfalls die Folge. Resultierende Fehlstellungen und Fehlbelastungen sind die Grundlage für weitere Schädigungen des oberen Sprunggelenkes.
Wie viel Bewegung ist im oberen Sprunggelenk möglich?
Die Beweglichkeit im oberen Sprunggelenk beträgt im Durchschnitt 46°; durch Kombinationsbewegungen mit den restlichen Gelenken der Fußwurzel erreichen wir für den Gesamtbewegungsumfang 60°.

