Zu dieser sehr allgemeinen Aussage kam eine Studie der University of Western in Ontario in Kanada. Hier wurde die Hälfte von 188 Patienten in einem Durchschnittsalter von 60 Jahren mit moderater bis schwerer
Arthrose des Kniegelenkes
arthroskopisch (Knorpelglättung, Entfernung von Knorpelfragmenten und Ausspülung von Abriebteilchen) und die andere Hälfte konservativ (Schmerzmittel, Einspritzen von Hyaluronsäure in das Kniegelenk und 1x Physiotheraüpiie/Woche über 3 Monate) behandelt. Nach drei Monaten waren keine Unterschiede mehr zwischen den Behandlungsgruppen festzustellen.
Wichtige Tatsachen werden aber leider in der Aussage dieser Studie nicht berücksichtigt:
Grundprobleme wie Übergewicht (BMI durchschnittlich 30-32kg/cm2) und chronischer Schäden des Kniegelenkes bleiben auch nach dem Eingriff bestehen, weshalb nach anfänglicher Besserung die gleichen Beschwerden nach 3 Monaten auch wieder auftraten.
Von der Studie ausgeschlossen waren auch alle Patienten mit Meniskusschäden, entzündlichen Arthritiden, Achsenfehlstellungen, Patienten mit vorausgegangenen Unfällen und so weiter.
Gerade aber die Gruppe von Patienten jungen und mittleren Alters profitieren in ausgesprochenem Masse von der Arthroskopie, da unmittelbar nach Diagnosestellung die Sanierung der festgestellten Kniebinnenschäden erfolgen kann.
Wichtig ist also die Indikation zur Arthroskopie richtig zu stellen.
Bei den heutigen diagnostischen Möglichkeiten sollte eine rein diagnostische Arthroskopie nicht mehr durchgeführt werden.