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Fußschmerzen

Gehören Fußschmerzen zum Leben?Fuss_Schmerz

Der aufrechte Gang stellt täglich eine erhebliche Belastung für den Bewegungsapparat und insbesondere für die Füße dar. Das ganze Körper- Gewicht bei durchschnittlich 5000 Schritten am Tag lastet auf ihnen. Dazu kommen noch besondere Belastungen durch unsere modernen Freizeitgewohnheiten- wie sportliche Aktivitäten und das Gehen mit hohen/unbequemen Schuhen.

Fast jeder leidet in seinem Leben einmal an Fußschmerzen. Meist sind diese relativ harmlos und vergehen nach kurzer Zeit von alleine wieder. Oft steckt aber eine ernst zu nehmende Ursache dahinter. Die klassischsten sind: Schmerzen im Alter, wiederkehrende Schmerzen nach Vorfußchirurgischen Eingriffen, Arthrose, Hallux Valgus und ein rheumatoider Vorfuß.

Je nach Art und Schwere des Defekts kann sogar mit konservativen Behandlungsmethoden wie Fußgymnastik, Großzehenadduktion, medikamentöser Behandlung, speziellen Schienen und Schuhzurichtung noch ein gutes Resultat erzielt werden. Leider melden sich viele Patienten erst dann, wenn sie schon erhebliche Fehlstellungen an den Füßen haben.

Wenn die Schmerzsymptomatik nicht abklingt, hilft nur die Operation mit dem Ziel des Ausgleichs der Zugwirkungen im Fuß und der Aufhebung der Pronation, sowie der Wiederherstellung der Kongruenz, was wiederum zu einer Balance der Muskeln, insbesondere der Adduktoren führt.

Die so genannte Chevron-Osteotomie ist beispielsweise ein gängiges Verfahren zur Hallux-Valgus-Korrektur. Daneben gibt es noch weitere Verfahren, die je nach Art der Fehlstellung geeignet sind, auch große Winkelabweichungen zu beheben.

Bei der Nachbehandlung kommt es dann darauf an, dass die muskuläre Balance wieder hergestellt und der Fuß ausreichend stabilisiert und gekräftigt wird.

Das wird durch mobilisierende Übungen und Massagen sowie mit speziellen Hilfsmitteln erreicht.

Wer ist von Fußschmerzen betroffen?

Da wir unsere Füße täglich belasten, leidet fast jeder in seinem Leben einmal an Fußschmerzen. Oft sind diese relativ harmlos und vergehen nach kurzer Zeit von allein. Wenn die Schmerzen länger andauern, können sie belastend sein und bedürfen fachärztlicher Therapie.

 

Was sind die Ursachen für Fußschmerzen?

  • Fehl- und Überbelastung
  • Druckstellen, Hühneraugen und Schwielen als Folge von falschem Schuhwerk (zu eng oder zu klein, hohe Absätze, nicht dämpfende Sohlen)
  • Übergewicht
  • Eingewachsener Zehennagel
  • Fußinfektionen, Fußpilz
  • Verletzungen von Knochen, Gelenken, Bändern, Sehnen oder Muskeln
  • Verstauchung
  • Hammer- und Krallenzehen
  • Ballenschmerz bei Hallux valgus
  • Fersensporn

Fußschmerzen können auch als Folge von bestimmten Krankheiten auftreten. Dazu gehören:

 

Wann ist der Arztbesuch unerlässlich?

Einen orthopädischen Facharzt sollten sie aufsuchen, wenn die Schmerzen länger als drei Tage anhalten, unter Belastung zunehmen oder im Zusammenhang mit anderen Erkrankungen stehen. Wenn die Schmerzen bewegungseinschränkend sind, zusätzlich erhöhte Körpertemperatur gemessen wird, die Hautoberfläche rötlich verfärbt ist oder ein Gelenk geschwollen ist, sollte der Orthopäde möglichst sofort zu Rate gezogen werden.

 

Was hilft gegen die Schmerzen?

Selbst kann man versuchen, eine Überbelastung durch langes Stehen oder Gehen und Fehlbelastung der Füße zu vermeiden. Dies sollte durch bequemes, gut passendes Schuhwerk mit Einlagen und dämpfendem Absatz unterstützt werden. Ebenso sollte Fußgymnastik zur Stärkung der Muskulatur durchgeführt werden, die Waden und Fußsohlen gedehnt und die Füße sorgfältig gepflegt werden. Desweiteren haben Fußbäder, Fußmassagen und Gewichtreduktion einen positiven Einfluss auf Fußschmerzen.

Akut auftretende Fußschmerzen durch Fehl- oder Überbelastung verschwinden in der Regel von selbst wieder. Manchmal muss der Fuß durch Bandagen, Salben- oder Gipsverbände ruhig gestellt werden, damit er sich wieder erholen kann. Starke Schmerzen können mit entzündungshemmenden Schmerzmitteln gelindert werden, die Ursache wird dadurch aber nicht behoben. Bei Schmerzen in den Fußgelenken helfen örtliche Betäubungsmittel oder Kortisonpräparate, die in das Gelenk gespritzt werden. Bei manchen Ursachen verhilft nur eine Operation zur Schmerzlinderung. Über die geeignete Therapieform berät der Orthopäde ausführlich.